Tipps: Gebrauchte Reifen kaufen

Gebrauchte Autoreifen kaufen: Darauf sollten Sie achten

Die Reifen stellen die einzige Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrbahn dar: Egal wie gut die Bremsen oder das Fahrwerk des Autos ist, egal wie viele Assistenzsysteme eingebaut sind - am Ende entscheiden sich brenzlige Verkerhssituationen an der Haftfähigkeit der Pneus. Wer auf die eigene Sicherheit im Straßenverkehr Wert legt, sollte deshalb auf eine einwandfreie Beschaffenheit der Reifen achten. Geld sparen lässt sich beim Reifenkauf trotzdem: Wenn Sie gute gebrauchte Reifen kaufen, wird das Budget nicht allzu sehr belastet. Worauf sollten Sie hierbei achten?

 

Reifen tauschen - nicht erst beim Erreichen der Mindestprofiltiefe 

Vor dem Reifenkauf steht zunächst die Beurteilung der alten Pneus: Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 mm. Das Erreichen dieser Verschleißgrenze wird durch kleine Erhöhungen signalisiert, ansonsten helfen Tiefenmesser bei der Beurteilung.

Dabei sollten Sie aber eines beachten: Dabei handelt es sich lediglich um die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Werte. Unabhängige Tests haben ergeben, dass die Eigenschaften sich bei Sommerreifen bereits knapp oberhalb von zwei Millimetern stark verschlechtern. Die Nasshaftung nimmt ab, sodass sich Bremswege verlängern und die Spurführung leidet. Zudem neigen Reifen mit abgefahrenem Profil früher zum gefürchteten Aufschwimmen bei hohen Geschwindigkeiten, besser bekannt als Aquaplaning. Winterreifen sollten noch wesentlich mehr Profil aufweisen: Der silbrige Rand der 2 Euro-Münze muss im Profil verschwinden, dann sind noch 4 mm übrig. Weiter sollten Sie Winterreifen im Interesse der eigenen Sicherheit nicht abfahren. Ebenso ist ein Austausch der Reifen anzuraten, wenn sie Alterungsrisse aufweisen. Wann das der Fall ist, hängt von vielen Faktoren ab: Vor allem die Stärke und Dauer der für Reifen schädlichen UV-Strahlung verkürzt die Lebensdauer. Reifen von Laternenparkern können bereits ab sechs Jahren Alter Risse aufweisen, genauso können aber auch zehn Jahre alte Pneus vollkommen unbeschadet sein. Ein gesetzliches Höchstalter gibt es hierbei nicht, auch für das Bestehen der Hauptuntersuchung zählt der individuelle Zustand. 

 

Gebrauchte Reifen kaufen und Geld sparen

Wenn möglichst preiswert taugliche Reifen beschafft werden sollen, können Sie natürlich auch gebrauchte Reifen kaufen: Die Ersparnis ist dabei in der Regel enorm. Das gebrauchte Reifen Kaufen ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Auto ohnehin wenig gefahren wird oder bald veräußert werden soll. Außerdem können Sie so an Reifen kommen, die es neu nicht mehr zu kaufen gibt. Erfahrungsgemäß nutzen die Pneus an Vorder- und Hinterachse nicht gleichmäßig ab. Müssen nur zwei Reifen ersetzt werden, käme es beim Neukauf dann zwangsweise zu einer Mischbereifung. Die ist zwar nicht verboten, wird aber nicht empfohlen - die Auswirkungen auf die Fahreigenschaften sind nämlich höchst unklar. Gänzlich problematisch wird diese Mischbereifung, wenn nur ein einzelner Reifen aufgrund eines Schadens ersetzt werden soll. Gebrauchte Reifen sind hingegen oft auch vom selben Typ der aktuell genutzten Pneus zu bekommen. 

 

Beim Kauf beachten: Soweit kommen Sie mit dem Restprofil

Beim gebrauchte Reifen Kaufen sind vor allem Profiltiefe und Alter entscheidend. Bei der Profiltiefe sollten Sie als Faustregel annehmen, dass mit jedem Millimeter etwa 5.000 bis 8.000 Kilometer gefahren werden können. Hat ein neuer Sommerreifen rund 8 mm Profil im Neuzustand, können - bei einem Wechsel mit 2 mm Restprofil - rund 6 mm genutzt werden, was etwa zwischen 30.000 und 50.000 Kilometern entspricht. So können Sie auch bei einem gebrauchten Reifen abschätzen, wie lange dieser genutzt werden kann. Sie sollten beim gebrauchte Reifen Kaufen allerdings wissen, dass die Nutzungsdauer nicht nur von Luftdruck und Fahrstil abhängt, sondern vor allem auch von der Qualität des Reifens. Hochwertige Markenreifen halten meist erheblich länger als billige No-Name-Pneus. Das sollten Sie vor allem beim Preisvergleich mit einkalkulieren: Unterm Strich ist es vermutlich deutlich sicherer und preiswerter, wenn Sie einen Markenreifen gebraucht kaufen, als dasselbe Geld in einen neuen Chinareifen zu investieren. 

 

Reifenalter einfach ermitteln

Das Alter ist beim gebrauchte Reifen Kaufen natürlich ein Thema: Zu erkennen ist dies an der DOT-Nummer auf der Reifenflanke. Diese vierstellige Nummer gibt Kalenderwoche und Jahr der Herstellung an. Beispielsweise bedeutet "1511", dass der Reifen in der 15. Kalenderwoche des Jahres 2011 hergestellt wurde. Weiterhin sollten Sie auf den Zustand achten, wenn Sie gebrauchte Reifen kaufen. Das Profil sollte gleichmäßig abgefahren sein und ebenso wie die Reifenflanke keine Beschädigungen aufweisen. Leichte Einschnitte, beispielsweise durch den unsanften Kontakt mit einem Bordstein, sind dabei zu verschmerzen. Deutliche Schäden, insbesondere dann, wenn die Karkasse sichtbar wird, machen einen Reifen hingegen unbrauchbar. Ein kleines Loch, welches durch einen Nagel oder eine Schraube gebohrt wurde, lässt sich hingegen noch reparieren. Lohnenswert ist das aber nur, wenn der Reifen noch ein tiefes Profil aufweist. 

 

Fazit: Gebrauchtkauf kann sich bei Reifen lohnen

Wenn Sie gebrauchte Reifen kaufen, die Sie sich nicht vorher genau ansehen können, sind Sie also einem gewissen Risiko ausgesetzt. Um dieses Risiko zu minimieren, sollten Sie solche Käufe nur bei einem renomierten Händler tätigen - der nimmt die Pneus bei Beanstandungen zurück. Grundsätzlich ist das gebrauchte Reifen Kaufen aber durchaus zu empfehlen: So erhalten Sie noch Reifentypen, die nicht mehr hergestellt werden und können auf die potenziell gefährliche Mischbereifung verzichten. Außerdem können Sie eine Menge Geld sparen: Bei begrenztem Budget ist das gebrauchte Reifen Kaufen gegenüber dem neuen No-Name-Produkt zudem deutlich sicherer.

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